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Weiße Rose

Szenen für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten von Udo Zimmermann
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„Es lebe die Freiheit.“ Dies waren die letzten Worte von Hans Scholl, als er am 22. Februar 1943 gemeinsam mit seiner Schwester Sophie wegen „Hochverrats und Feindbegünstigung“ im Gefängnis München-Stadelheim durch das Fallbeil starb. Die Stimme zu erheben gegen Diskriminierung, Unterdrückung, Willkür und Gewalt, auch wenn man bedroht wird – dieser ethischen Pflicht und Verantwortung hatten sich die Mitglieder der Widerstandsbewegung der Weißen Rose verschrieben. Denn „nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ,regieren’ zu lassen“, wie es im ersten der insgesamt sechs Flugblätter heißt. Den Widerstand bezahlten die Mitglieder der Weißen Rose schließlich mit ihrem Leben.

Der 1945 geborene deutsche Komponist Udo Zimmermann erzählt die letzten Stunden von Hans und Sophie Scholl als 70-minütiges Kammerspiel für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten. Das Libretto von Wolfgang Willaschek, das Brief- und Tagebuchaufzeichnungen der Geschwister Scholl sowie Prosa und Lyrik von Dietrich Bonhoeffer, Franz Fühmann und Tadeusz Rózewicz verarbeitet, spiegelt die Todesangst, aber auch den ungebrochenen Lebenswillen der beiden Protagonisten. Mit schrill-schneidenden Klängen und Akkorden etabliert Zimmermann die erbarmungslose Realität des Gefängnisses, die sich Hans' und Sophies Gedanken- und Gefühlswelt als melodische Enklave entgegenstellt.

PREMIERE : 08.10.2016Spieldauer: 75 Minuten, keine Pause
Termine
Sa 08.10.16So 23.10.16Fr 28.10.16Mi 02.11.16So 13.11.16So 08.01.17Do 12.01.17Fr 20.01.17alle Termine im Spielplan