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Sie wollen einen ersten Einblick in die neuen Inszenierungen unseres Hauses erhaschen? Sie haben eine Inszenierung verpasst? Ihnen hat eine Aufführung so gut gefallen, dass Sie sich diese nochmals vor Augen führen wollen? Dann wünschen wir Ihnen viel Freude mit unseren Videotrailern!

Aktuelle Videotrailer der Spielzeit 2016/17
 

Tosca

Wie ein Thriller fesselt die Story von Giacomo Puccinis Oper Tosca von der ersten Sekunde an. Vor dem Hintergrund von Napoleon Bonapartes Invasion in Italien im Jahr 1800 und den Auseinandersetzungen zwischen Republikanern und Royalisten entspinnt sich eine verhängnisvolle Dreiecksgeschichte um Sex, Religion und Theater. Im Zentrum steht die Sängerin Floria Tosca, die, getrieben von leidenschaftlicher Liebe zu ihrem Freund Mario Cavaradossi, einen Deal mit dem Polizeichef Scarpia eingeht. Doch weder Tosca noch Scarpia halten sich an die Abmachungen – die finale Katastrophe ist unaufhaltbar ...

Der Jüngste Tag

Am Bahnhof eines kleinen Dorfes im Nirgendwo wartet Stationsvorsteher Thomas Hudetz auf den passierenden Expresszug. Als die Wirtstochter Anna den unglücklich verheirateten Hudetz aus einer Laune heraus am Bahnsteig küsst, vergisst dieser das Signal zu stellen und die Katastrophe nimmt ihren Lauf: Der Eilzug 405 verunglückt, 18 Personen sterben.Musikalisch wird die Inszenierung von der bayrischen Kultband Django 3000 begleitet – die es sich nicht nehmen lässt, ihre eigens für die Inszenierung komponierte Musik live zum Besten zu geben.

Der Nussknacker

Seit der Uraufführung 1892 in St. Petersburg gehört Der Nussknacker zur Musik von Peter I. Tschaikowsky zu den großen und beliebtesten Ballettklassikern des 19. Jahrhunderts. Immer wieder neu interpretiert, begeistert er das Publikum bis heute. Nach seiner erfolgreichen Cinderella für das Augsburg Ballett 2011 konnte Mauro de Candia nun für eine Neufassung des Nussknackers gewonnen werden. Ein weiteres Mal setzt er sich mit einem Märchenstoff in der Tradition des Balletts auseinander. Ausgehend von der literarischen Vorlage E.T.A. Hoffmanns und der Musik Tschaikowskys, lässt er eine doppelbödige Welt zwischen Realität und Traum entstehen.

Das grosse Wundenlecken (UA)

Das Eintauchen in die Vergangenheit ermöglicht deren zukunftsweisende Bewältigung. Sogar die Wiedergeburt Augsburgs als führende europäische Metropole scheint durch die Errichtung einer mentalen Achse zwischen Augsburg und Athen denkbar! Der deutsch-griechische Autor Gerasimos Bekas nimmt uns in seinem eigens für das Theater Augsburg geschriebenen Theaterstück mit auf die Suche nach dem „inneren Griechen“ - inszeniert von Sapir Heller.

Die Geierwally

Walburga Stromminger ist spröde wie eine Katze, wild wie die Stiere ihres Vaters und doch das schönste Mädel in ganz Tirol. Ihr ehrgeiziger Vater hat sie - als zukünftige Alleinerbin - hart wie einen Jungen erzogen, die Mutter starb kurz nach der Geburt.

Die 1836 in München geborene Schauspielerin und Schriftstellerin Wilhelmine von Hillern entdeckte 1870 in einem Innsbrucker Laden ein Selbstporträt von Anna Stainer-Knittel, das sie beim Ausnehmen eines Adlerhorstes zeigt. Von Hillern reiste in deren Heimatort Elbigenalp, um mehr über die mutige Frau zu erfahren und schrieb „Die Geierwally“.

Der Boxer. Die wahre Geschichte des Hertzko Haft (UA)

Zur Belustigung von SS-Offizieren musste der polnische Jude Hertzko Haft im KZ Auschwitz gegen Mithäftlinge boxen - umgeben von Unmenschlichkeit, Gewalt und Tod. Reinhard Kleist hat die verstörenden Lebenserinnerungen von Hertzko Haft in einer Graphic Novel zu Papier gebracht. Von den traumatisierenden KZ-Erlebnissen über seine Flucht und die Wirren der Nachkriegszeit bis hin zum Neuanfang in den USA, wo er als Profiboxer auch gegen den legendären Rocky Marciano antrat.

„Der Boxer“ ist eine Produktion des Jungen Theater Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Theater Augsburg - ein multimediales Bühnenerlebnis für Zuschauer ab 15 Jahren.

Endstation Sehnsucht

In seinem 1948 mit dem Pulitzerpreis prämierten Stück lässt Tennessee Williams (1911-1983) das alte und das neue Amerika aufeinanderprallen. Dabei lässt er keinen Zweifel daran, dass die herrschaftlich-koloniale Ordnung des alten Südens nicht gegen die von Industrie und Wettbewerb geprägte neue Zeit bestehen kann. Legendär wurden die Uraufführung 1947 am Broadway mit Marlon Brando in der Rolle des Stanley Kowalski und ihre Verfilmung - ebenfalls mit Brando - von 1951.



Videotrailer vergangener Spielzeiten

Ballett

Soto Danza

Vier ganz unterschiedliche Stücke desselben Choreografen an einem Abend beleuchten in der brechtbühne des Theaters Augsburg das breite Spektrum der Arbeit des erfolgreichen katalanischen Tanzschaffenden Cayetano Soto. Seit 2005 schuf er als freier Künstler Werke für u.a. das Stuttgarter Ballett, das Königliche Ballett von Flandern, die Ballettkompanien von Nürnberg, Dortmund, Wiesbaden und Luzern. Jetzt geben vier völlig unterschiedlichen Teile eines Ballettabends die Gelegenheit, die ganze Vielseitigkeit dieses international gefragten zeitgenössischen Choreografen zu erleben.

Von Göttern und Menschen

„Apollo“ und „Tarantella“ sind Schlüsselwerke des Meisterchoreografen der Neoklassik, George Balanchine. Sie markieren Himmlisches und Weltliches und sind namensgebend für diesen Ballettabend. Ergänzt werden sie durch zwei Uraufführungen die sich mit den Übergängen zwischen irdischen und höheren Sphären auseinander setzen. Der international erfolgreiche Edward Clug choreografierte zu einer Auftragskomposition von Milko Lazar, der neu ernannte Hauschoreograf Riccardo De Nigris zu Mozarts „Haffner Sinfonie“.

Romeo und Julia

Wer kennt sie nicht, die tragische Geschichte von Shakespeares berühmtestem Liebespaar? Weltbekannt und unübertroffen in seiner musikalischen Umsetzung ist Sergej Prokofjews Ballett „Romeo und Julia“, welches die Zuschauer bis zum heutigen Tage in seinen emotionalen Bann zieht. Nach ihrem großen Erfolg mit „Carmina Burana“ auf der Augsburger Freilichtbühne am Roten Tor entwickelte Choreografin Young Soon Hue eine Überarbeitung ihrer erfolgreichen Fassung (Schwerin) für die Augsburger Company, die die individuellen Stärken der Tänzer aufgreift. Musikalische werden die Tänzer von den Augsburger Philharmonikern, unter der Leitung von Carolin Nordmeyer, begleitet, die die Welt der Capulets und Montagues zu neuem Leben erwecken.

Hamlet

Shakespeares Drama von 1602 gilt heute weltweit als eines der meistgespielten Werke des Repertoires und inspirierte immer wieder Tanzschaffende zu eigenen Bearbeitungen.

Das große Handlungsballett Hamlet des amerikanischen Choreografen Stephen Mills zur Musik des 1937 geborenen Opern-, Ballett- und Filmkomponisten Philip Glass erlebte seine aufsehenerregende Erstaufführung im Jahr 2000 beim Ballet Austin. Zahlreiche Einstudierungen und Aufführungen auf dem nordamerikanischen Kontinent, unter anderem mit den Ballettkompanien von Atlanta und Milwaukee, folgten. Durch das Ballett Augsburg wird diese Produktion nun erstmals in einer Neuerarbeitung von einem europäischen Ensemble einstudiert.

Where I end and you begin

Große Gegensätze des Lebens wie Liebe und Hass, Zärtlichkeit und Gewalt bilden den thematischen Rahmen des zweiteiligen Ballettabends „Where I end and you begin“ am Theater Augsburg. Im ersten Teil präsentiert der renommierte Choreograph Edward Clug seine Version von Shakespeares „Romeo und Julia“ und geht der Frage nach, was geschehen wäre, wenn Julia sich nicht das Leben genommen hätte. Zur Musik von Radiohead gewinnt Clugs Choreografie dem Tragödienstoff neue Facetten ab. Im zweiten Teil des Abends zeigt Choreografin Katarzyna Kozielska Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen: Gewalt und Missbrauch, jedoch auch den Kampf, sich aus einer Unterdrückung zu befreien.

Medea

Jason verlässt Medea und die beiden gemeinsamen Kinder, um die Tochter des Königs Kreon zu heiraten. Doch die Zurückgewiesene verfällt nicht in lähmende Trauer, sondern beginnt einen bitteren und blutigen Rachefeldzug, an dessen Ende es nur wenige Überlebende gibt. Die Verarbeitung des griechischen Mythos hat mit Euripides‘ und Senecas Tragödien ihren Anfang genommen und eine der ersten Femmes fatales der Literaturgeschichte war geboren.
Der spanische Choreograf Ángel Rodriguez beleuchtet in seinem Tanzabend neue Facetten des antiken Stoffs zu einer musikalischen Collage aus Stücken klassischer Komponisten und moderner Werke des 20. Jahrhunderts.

Dans ImPulse

Wie bereits vor fünf Jahren bei „DanceWorkOrange“ steht „Dans ImPulse“ am Theater Augsburg unter dem orangenen Stern, der sich aus zwei Uraufführungen der Choreografen Georg Reischl und Stephen Shropshire und einer deutschen Erstaufführung von Marco Goecke zusammensetzt.

Schattenspiel

Schattenspiel ist eine Hommage an den international renommierten Choreographen Itzik Galili, dessen künstlerische Vielfalt sich in den fünf für diesen Ballettabend ausgewählten Werken widerspiegelt.
Der Einblick in Galilis Schaffen reicht von humoristischen und poetischen Arbeiten bis zu Choreographien, die vor allem die athletischen Möglichkeiten des Tanzes hervorheben.
Der Titel des Abends ist von Galilis intensiver Arbeit mit Licht und Lichteffekten inspiriert. Galili: „Licht ist mich wie Poesie. Es kann Charaktere bestimmen, zwischen kalt und warm unterscheiden und Räume kreieren.“ Licht und Tanz lassen an diesem Abend ein besonderes „Schattenspiel“ entstehen.

Das Bildnis des Dorian Gray

Mit Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray wird die Ballettsaison am Theater Augsburg eröffnet. Besonderen Glanz erhält der Abend dadurch, dass nicht nur eine neue Choreografie von Michael Pink geschaffen wurde, einem international renommierten Spezialisten für Handlungsballette, sondern auch die Musik extra für Augsburg entstanden ist: Die groß besetzte Orchester-Partitur stammt von dem Komponisten Tobias PM Schneid, der mit Dorian Gray seinen ersten Ballettabend vertont.

Where I end and you begin

Große Gegensätze des Lebens wie Liebe und Hass, Zärtlichkeit und Gewalt bilden den thematischen Rahmen des zweiteiligen Ballettabends „Where I end and you begin“ am Theater Augsburg. Im ersten Teil präsentiert der renommierte Choreograph Edward Clug seine Version von Shakespeares „Romeo und Julia“ und geht der Frage nach, was geschehen wäre, wenn Julia sich nicht das Leben genommen hätte. Zur Musik von Radiohead gewinnt Clugs Choreografie dem Tragödienstoff neue Facetten ab. Im zweiten Teil des Abends zeigt Choreografin Katarzyna Kozielska Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen: Gewalt und Missbrauch, jedoch auch den Kampf, sich aus einer Unterdrückung zu befreien.

divertimento4Amadeus

Im ersten Ballettabend der Spielzeit 2012/13 „divertimento4Amadeus“, in dem zahlreiche Werke des großartigen Komponisten und Musikers Wolfgang Amadeus Mozart erklingen und vertanzt werden, zeichnet Mannheims Ballettdirektor Kevin O'Day für die Choreografie verantwortlich. Der Amerikaner will in diesem Abend dem Publikum den Geist und die Tradition Mozarts auf eine zeitgenössische Art und Weise näherbringen. Am Ende schafft O'Day einen Ballettabend von, für und mit Wolfgang Amadeus Mozart.

Liebe und andere Tragödien

Der zweiteilige Ballettabend Liebe und andere Tragödien dreht sich ganz um das Thema Liebe: Freude, Verwirrung und Katastrophe liegen in der Liebe oft ganz nah beieinander. Mehr noch, kann sie, wie im Stück Gefährliche Liebschaften der Choreografin Annabelle Lopez Ochoa „Kriegsschauplatz“ sein, erfüllt von Machtansprüchen, Eifersucht und Betrug. Christian Spucks Choreografie das siebte blau, dessen musikalische Vorlage Schuberts Streichquartett d-Moll Der Tod und das Mädchen ist, beschäftigt sich auf abstrakte Weise mit den Themen Liebe und Abschied nehmen.

Heroes

In frischen und kontrastreichen Choreografien setzen sich Can Arslan, Maurice Causey, Stéphen Delattre, Douglas Lee und Regina van Berkel zusammen mit ihrer gemeinsamen
Ausstatterin Verena Hemmerlein mit einem Thema auseinander: Helden. Sie formulieren Fragen, wie: Braucht der Mensch eigentlich Heldenfiguren? Wenn ja, was zeichnet einen Helden eigentlich aus? Muss er tapfer sein und sich für andere einsetzen oder muss ein Held es in die Charts oder ins Fernsehen schaffen, um anderen Menschen Freude zu verschaffen? Diese Fragen beantworten sie unterschiedlich, aber eines haben alle Stücke gemeinsam: Sie verblüffen, berühren und regen zum Nachdenken an.

Carmina Burana

Mittlerweile gehört "Carmina Burana" zu den meistgespielten Werken der heutigen Zeit: Liebe, Laster, Leidenschaften - dieses Werk lässt nichts aus! Und sie ist wie geschaffen für eine sinnlich-ästhetische Inszenierung auf der Freilichtbühne am Roten Tor. Die Südkoreanerin Young Soon Hue hat für das Ballett Augsburg einen Theaterabend kreiert, in dem die Macht des Schicksals fröhlicher Ausgelassenheit, Rausch und Verführung gegenübersteht.

Forsythe/Galili/Volpi

Mit diesem packenden Tanzabend, für dessen Titel die beteiligten Choreografen Namensgeber waren, wird das Publikum zusammen mit dem Ballett Augsburg auf eine Reise durch die aufregende Welt des zeitgenössischen Tanzes gehen.

Orpheus - Saitenschlag

2010 | 2011 Kooperation von Ballett und Musiktheater
Niemand anders als Orpheus vermag so wunderbar zu singen und Lyra zu spielen. Die tragische Geschichte über seine Liebe zur Nymphe Eurydice und seine den Tod überlebende Treue wurde 1726 am Hamburger Gänsemarkt unter der Leitung des Komponisten Georg Philipp Telemann uraufgeführt. Doch Orpheus ist nicht nur als großer Musiker bekannt, die Griechen schreiben ihm auch die Erfindung des Tanzes zu. Diese enge Verbindung der beiden Künste inspirierte Leo Mujic am Theater Augsburg zu einem vertanzten Orpheus.

Schauspiel

Platonow

Gleich vier Frauen buhlen um den zynischen Dorfschullehrer Platonow. Doch der bringt nicht die Kraft auf, aus dem Leben der Gesellschaft, die er verachtet, auszubrechen ...
Schon in Tschechows Frühwerk zeichnen sich die sein Werk prägenden Motive ab. Regisseur Christian Weise strafft das im Original ausufernde Stück beträchtlich und nimmt das gelangweilte Leben der russischen Großgrundbesitzer in den multimedialen Blick.

Ein Sommernachtstraum

Shakespeares Ein Sommernachtstraum ist eine kunstvoll gestrickte Komödie über Schein und Sein, ein wahnwitziger Alptraum mit skurrilen Liebeswirrungen. Regie führt Christoph Mehler.

Der ideale Mann

Oscar Wilde zeigt in seiner espritsprühenden Salonkomödie eine Welt, in der Oberflächen alles sind, und inszeniert ein schillerndes Spiel mit Schein und Sein, öffentlichen und privaten Identitäten, mit makellosem Image und dunklen Flecken aus der Vergangenheit. Er konnte dabei auf seine eigenen Erfahrungen mit den Gewohnheiten der Londoner High Society zurückgreifen, in der er als Dandy und Salonlöwe ein gern gesehener Gast war, bis er 1895 – noch im Jahr der Uraufführung von An Ideal Husband – wegen seiner homosexuellen Beziehungen verurteilt wurde.

Die lächerliche Finsternis

Die zwei Bundeswehrsoldaten Pellner und Dorsch sollen Oberstleutnant Deutinger eliminieren, der irgendwo in der afghanischen Wildnis auf Abwege geraten ist. Mit einem Patrouillenboot machen sie sich auf die Suche nach ihm und geraten dabei in den Strudel merkwürdiger Begegnungen: Blauhelmsoldaten, die das Ernten von Coltan überwachen, ein fahrender Händler, der den Verlust seiner Familie im Balkankrieg als Verkaufsargument nutzt, ein Missionar, den am Islam hauptsächlich die Verhüllung von Frauenkörpern stört… Eine Reise, – so skurril wie unsere neokoloniale Realität – die immer wieder zur Nabelschau gerät und letztendlich im Dunkeln endet.

Die Bekenntnisse der Marion Krotowski

Eine Frau, eine Stimme, eine Legende - Marion Krotowski kehrt zurück. Zurück, um Abschied zu nehmen, da wo alles begann. Vor Jahrzehnten gab die gebürtige Augsburgerin hier am Theater ihr Debüt, bevor sie die Menschen auf der ganzen Welt mit ihrem Gesang verzauberte. Sie ist „Die Krotowski“, „Die Amsel von Augsburg“ - und heute Abend packt sie aus: die ganze Wahrheit über ihre Lieder, ihre Liebschaften, ihren Lidschatten. Warum ihr Brecht verfiel, weshalb sie den Lech besang und ihr die Ehrenbürgerschaft Augsburg bis heute verwehrt blieb.
Das musikalische Vermächtnis einer der größten Töchter der Stadt; zum Weinen, zum Lachen und zum Mitsingen. Der junge Schauspieler und Musiker Christian Friedel, einer ihrer engsten Freunde, übernimmt die szenische Einrichtung des Abends.

Hamlet, Prinz von Dänemark

„Etwas ist faul im Staate Dänemark“ – Prinz Hamlet kehrt vom Studium in Wittenberg an den Königshof in Helsingör zurück. Sein Vater ist überraschend gestorben. Man sagt, an einem Schlangenbiss. Seine Mutter Gertrud hat kurz darauf Claudius, seinen Onkel, geheiratet. Hamlet erfährt vom Geist des Vaters, was er längst schon ahnt: Claudius hat den Vater vergiftet. Ein feiger Mord, der gerächt werden muss. Doch Hamlet zögert …

Bernarda Albas Haus

Im Trauerhaus der Bernarda Alba haben Sinnlichkeit und Sehnsüchte keinen Platz mehr. Die Einhaltung von Normen und Tabus wird von den sechs erwachsenen Töchtern seitens der Mutter auf das Strengste eingefordert. Angustias könnte durch Heirat mit Pepe el Romano diesem Gefängnis entkommen. Aber Pepe liebt nur ihr Geld und trifft sich heimlich im Stall mit Adela, der jüngsten Tochter. Die weißen Fassaden von Bernarda Albas Haus beginnen zu bröckeln … Anne Lenk inszeniert Frederico Garcia Lorcas Klassiker.

Minna von Barnhelm

Der Siebenjährige Krieg ist vorbei, und Major von Tellheim wurde aus der preußischen Armee entlassen. Unehrenhaft. Ihm wird Korruption vorgeworfen. Verletzt an Leib und Seele wartet er nun auf seinen Prozess und hat den Kontakt zu seiner Verlobten Minna von Barnhelm abgebrochen, weil er sich ihr nicht mehr würdig fühlt. Doch Minna findet sich damit nicht ab … Anne Lenk inszeniert Lessings Klassiker.

Der Zauberer von Oz

Mitten in der weiten Landschaft von Kansas lebt Dorothy mit ihrem kleinen Hund Toto bei ihrem Onkel Henry, einem Farmer, und seiner Frau Em. Als ein Wirbelsturm durch das Land tobt, werden Dorothy und Toto samt Haus in die Luft gerissen. Nach langem Flug landen sie in einem Zauberreich und erschlagen dabei zufällig mit ihrem Häuschen die böse Ost-Hexe. Dorothy begibt sich auf die Reise in die Smaragdstadt, wo ihr der Zauberer von Oz helfen soll, zurück nach Kansas zu kommen. Zum Glück findet sie während der langen Wanderung Freunde: eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, den Blechmann, der nichts lieber hätte als ein Herz, und einen feigen Löwen, der sich vom Zauberer Mut schenken lassen möchte. Doch als sie nach vielen bestandenen Abenteuern ankommen, erwartet sie schon eine neue Aufgabe ...

Tartuffe

Er scheint fromm und ehrbar, hinter dieser Fassade verbergen sich jedoch Gier und Lüsternheit: Im Haus des wohlhabenden Orgon hat sich der Betrüger Tartuffe eingenistet. Molières Klassiker um Heuchelei und Verführungskunst ist in einer Produktion des Theaters Augsburg im Textilmuseum Augsburg zu erleben.

Das weiße Album

Am 22. November 1968 war es so weit: „The White Album“ der Beatles erschien. Die legendäre Doppel-LP, die mit Liedern wie Revolution, Ob-La-Di, Ob-La-Da oder Back In The USSR Musikgeschichte geschrieben hat, verdankt ihren Namen dem Cover: Bandname in weißer Schrift auf weißem Grund.
Roland Schimmelpfennig zählt zu Deutschlands meistgespielten zeitgenössischen Dramatikern. Der mehrfache Preisträger hat alle Songs des Beatles-Albums ins Deutsche übertragen. Ein Beatles-Konzert mit deutschen Texten und Live-Band!

Die schmutzigen Hände

Illyrien, ein fiktiver Balkanstaat, führt an der Seite Deutschlands Krieg gegen die Sowjetunion. Hugo, ein junger bürgerlicher Intellektueller, arbeitet für die Zeitung der Kommunistischen Partei. Aber das reicht ihm nicht. Er möchte etwas bewegen, eine große Tat vollbringen. Als eine radikale Gruppierung der Partei den Parteisekretär Hoederer beseitigen will, der mit der faschistischen Regierung und dem Block der bürgerlichen Parteien einen Pakt anstrebt, lässt sich Hugo mit seiner Frau Jessica als dessen Sekretär einschleusen. Doch die Nähe zu Hoederer erweist sich als fatal.
Jean-Paul Sartre hat kurz nach dem 2. Weltkrieg einen spannenden Politthriller geschrieben, der auch in Zeiten verblassender Ideologien immer noch fesselt.

Die Räuber

Alles oder nichts. Autonomie statt Anpassung. Die Protagonisten in Schillers „Die Räuber", in einer Inszenierung von Fabian Alder, sind Kolosse, psychologisch nur bedingt deutbar, von gewaltigen Ideen angetrieben. Sie stehen für eine Radikalität und Kompromisslosigkeit, die bis heute fasziniert.

Die Kunst der Komödie

2011|12
Eduardo de Filippo (1900-1984) stellt sich mit dieser Farce, in der das Theater sich selbst thematisiert, in die Tradition von Pirandellos Komödien: Die Schauspielkunst vermag die Gewissheit, was Realität ist, gründlich zu verunsichern.

Musiktheater

Der König Kandaules

Alexander Zemlinsky schrieb in den Jahren 1935 bis 1939 an der Oper Der König Kandaules nach einem Drama von André Gide. In diesen Jahren floh er vor den Nationalsozialisten nach New York und hoffte, das Werk dort zu vollenden, was ihm aber nicht gelang, denn die von ihm als „ultramodern“ bezeichnete Oper fand dort keinen Abnehmer. Das Werk blieb unvollendet und wurde erst 1996 in Hamburg von Anthony Beaumont vervollständigt uraufgeführt. So ist Kandaules ein wenig gespieltes und eher unbekanntes Werk des Komponisten.
Generalmusikdirektor Domonkos Héja studierte dieses besondere, hochexpressive und aufregende Musiktheaterstück als erste Arbeit in Augsburg ein (Premiere am 27.09.15).

Jenůfa

Als Leoš Janácek 1892 das Schauspiel „Ihre Ziehtochter“ von Gabriela Preissová besucht, ist er sogleich fasziniert. Begeistert von den sehr differenziert gezeichneten Figuren und ihren ungebrochenen Leidenschaften, macht er sich sogleich daran, dieses Drama in Musik zu verwandeln. 12 Jahre später erklingt die Oper „Jenůfa“ in atemberaubender emotionaler Wucht aus dem Orchestergraben des Nationaltheaters Brünn und begeistert die Zuschauer. Die gefeierte Grazer Inszenierung ist jetzt mit Sängerinnen und Sängern des Augsburger Ensembles in der Einstudierung von Regisseur Peter Konwitschny am Theater Augsburg zu erleben.

Lohengrin


Lohengrin ist ein frühes Werk Richard Wagners, das in den Jahren 1848/49 entstand. In diese Zeit fällt auch Wagners politisches Engagement und die deutsche Revolution des sogenannten „Vormärz“. So wie deren Verlauf - heftige Proteste, Barrikadenbau, Entwurf einer deutschen Verfassung für ein gesamtdeutsches Reich - im Reformstrudel verblutete, so verwandelte sich auch Wagners Einstellung zu seinem Werk. Von der umwälzenden Idee einer Utopie, die an ihren eigenen Anforderungen scheitert, weil man sie nicht hinterfragen darf, rückte er ab und verklärte Lohengrin als den gescheiterten Künstler. Die Inszenierung setzt sich aber mit den politischen und weltanschaulichen Dimensionen dieses Stoffes auseinander und geht auf die Suche nach Wagners Träumen am Beginn seines Schaffens.

Blues Brothers

Dem katholischen Waisenhaus, in dem die Brüder Jake und Elwood Blues aufwuchsen, droht die Schließung. Binnen weniger Tage müssen 5000 Dollar aufgetrieben werden, sonst wird das Waisenhaus geschlossen. Jake und Elwood übernehmen die Mission und sind fortan „im Auftrag des Herrn“ unterwegs. Nach Hair und My Fair Lady erobern 2015 die legendären Blues Brothers die Augsburger Freilichtbühne am Roten Tor! Weltweite Bekanntheit erlangten die beiden Sonnenbrillen- und Anzugträger 1980 mit John Landis´ gleichnamigem Kinofilm, in den Hauptrollen damals Dan Aykroyd und John Belushi. Ein Kult entstand, der bis heute ungebrochen ist.

Lohengrin

Lohengrin ist ein frühes Werk Richard Wagners, das in den Jahren 1848/49 entstand. In diese Zeit fällt auch Wagners politisches Engagement und die deutsche Revolution des sogenannten „Vormärz“. So wie deren Verlauf - heftige Proteste, Barrikadenbau, Entwurf einer deutschen Verfassung für ein gesamtdeutsches Reich - im Reformstrudel verblutete, so verwandelte sich auch Wagners Einstellung zu seinem Werk. Von der umwälzenden Idee einer Utopie, die an ihren eigenen Anforderungen scheitert, weil man sie nicht hinterfragen darf, rückte er ab und verklärte Lohengrin als den gescheiterten Künstler. Die Inszenierung setzt sich aber mit den politischen und weltanschaulichen Dimensionen dieses Stoffes auseinander und geht auf die Suche nach Wagners Träumen am Beginn seines Schaffens.

Pelléas et Mélisande

Golaud trifft an einer Quelle auf ein rätselhaftes junges Mädchen namens Mélisande. Er nimmt sie mit sich in das düstere Haus seines Vaters und heiratet sie – über ihre Herkunft und Geschichte verrät sie nichts. Als Mélisande Golauds Halbbruder Pelléas kennenlernt, entwickelt sich eine tragische Dreiecksgeschichte mit tödlichem Ausgang. Claude Debussy setzt bei seiner 1902 uraufgeführten Oper nicht so sehr auf die Dramatik der Erzählung, sondern entwickelt ein musikalisches Netz flüchtiger, fragiler, beinahe entmaterialisierter Klänge. Die episodenhafte Handlung changiert zwischen realer und irrealer Sphäre und beschreibt Stationen menschlicher Zustände: schillernd, zauberhaft und beunruhigend mysteriös.

Intolleranza 1960

Eines der größten Stücke Musiktheater des 20. Jahrhunderts hat seine Aktualität nicht verloren: Zu Beginn der Spielzeit bringt das Theater Augsburg en suite Luigi Nonos „Szenische Aktion“ Intolleranza 1960 auf die Bühne: Eine leidenschaftliche Stellungnahme des großen Komponisten zu den brennenden politischen Fragen seiner Zeit, die immer noch die unseren sind: Faschismus, Armut, Folter, Vertreibung, Gefangenschaft und Naturkatastrophen – die Plagen des 20. und des 21. Jahrhunderts. In der formalen Strenge seiner Musik und der schwebenden Schönheit seiner Gesänge formuliert Nono eine Utopie, die Sinn darin entdeckt, Widerstand zu leisten, auch wenn man dabei scheitert: „Hier muss man bleiben, hier alles ändern!“

Intolleranza 1960

Szenische Aktion in zwei Teilen von Luigi Nono

Hair

Das Kult-Musical Hair lässt die Zeit der Blumenkinder, die Aufbruchstimmung der 60er Jahre und die Hoffnung auf ein friedliches, freies Miteinander wiederaufleben ...

Der Ring des Polykrates / Violanta

Komödie und Tragödie an einem Abend: Erich Wolfgang Korngold, musikalisches Wunderkind, Oscar prämierter Filmkomponist und Schöpfer der Toten Stadt, ist mit seinen ersten beiden Operneinaktern „Der Ring des Polykrates“ und „Violanta“ in einer Inszenierung von Schauspieldirektor Markus Trabusch zu erleben.

Elektra

In unglaublicher Farbkraft trieben Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal den griechischen Mythos um Hass und Rache bis an sein Äußerstes: Die Sprache und die Musik wühlen in diesem Verzweiflungskampf zwischen Hoffnung und Täuschung, zwischen Schweigen und Schreien, zwischen Schlaf und Albtraum im Finsteren, in den Abgründen befleckter Seelen. Ein musikalisches und tödliches Psychodrama, in einer Inszenierung von Lorenzo Fioroni, unter der musikalischen Leitung von GMD Dirk Kaftan.

La Bohème

Vier Bohèmiens feiern das aufregend freie und riskante Lebensgefühl zwischen einem möglichen künstlerischem Durchbruch und lebensbedrohlichem Scheitern. Als die faszinierende Mimì aus dem Nichts auftaucht, glaubt Rodolfo zunächst an die Erfüllung
seiner Träume. Doch Mimìs bevorstehender Tod überschattet bald ihre Liebesbeziehung und verleiht der Erzählung den Charakter schicksalhafter Transzendenz.

L`Étoile

Zum Geburtstag von König Ouf darf sich das Volk alljährlich auf eine besondere Attraktion freuen: die Hinrichtung eines Untertanen. Der Straßenhändler Lazuli sei, so findet der König, dafür auch genau der Richtige. Hofastrolog Siroco allerdings stoppt die fröhliche Zeremonie. König und Straßenhändler seien durch die Sterne untrennbar miteinander verbunden: Stirbt der eine, so stirbt auch der andere! Für die Verwicklungen rund um Herrscher, Hausierer und Hofschranzen in L`Étoile schrieb Emmanuel Chabrier die leichteste und farbigste Operetten-Musik.

Don Giovanni

91 in der Türkei und in Spanien sogar 1003 Frauen. Sie alle begehrte und verführte der größte Womanizer aller Zeiten. Don Giovanni liebt quer durch alle Gesellschaftsschichten, ob jung oder alt, frei oder vergeben. Doch bei seinem jüngsten Liebesabenteuer läuft nicht alles nach Plan. Schon bald gibt es den ersten Toten.
Regisseur Patrick Kinmonth siedelt die Geschichte in jenem spielerischen und sinnlichen Venedig des 18. Jahrhunderts, der Stadt Da Pontes, Goldonis und Casanovas an. Er
schafft ein historisches Panorama der Maskenbälle, Kulissen und Fassaden, des Spiels von Sein und Schein - immer am Abgrund, überschattet von der sanften Anwesenheit des Todes.

Ritter Blaubart

Weltberühmt und gleichzeitig unbekannt zu sein, ist das Schicksal des Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek (1860-1945), der zu Lebzeiten in eine Reihe mit Richard Strauss und Hans Pfitzner gestellt wurde. In seinem 1920 uraufgeführten "Ritter Blaubart", welches sich kurze Zeit später zum absoluten Publikumsrenner an der Berliner Lindenoper entwickelte, gelang Reznicek eine atmosphärisch dichte und dunkel-sinnliche Deutung des bekannten Mythos. 1931 war "Ritter Blaubart" das letzte Mal auf der Bühne zu erleben, bevor das Theater Augsburg diese zu Unrecht vergessene Oper in dieser Spielzeit zur Aufführung brachte. Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Dirk Kaftan, Regie führt Manfred Weiß.

La Traviata

Violetta Valéry, tödlich erkrankter Star der Halbwelt, verzichtet auf die Liebe ihres Lebens. Erst an ihrem Sterbebett begreift ihr Geliebter, dass ihr Opfer allein ihm galt. Eine Randfigur der Gesellschaft zerbricht an der Borniertheit bürgerlicher Konvention. Verdi macht das Schicksal der Kameliendame ohne Sentimentalität, aber mit genauem Blick auf die inneren Beweggründe der Figuren erlebbar. Mit fesselnder Intensität und im Zeichen von inhaltlichem und ästhetischem Aufbruch gestaltet er in einer seiner populärsten Opern die Seelenlandschaft und Menschlichkeit einer von extremen Leidenschaften zerrissenen Frau.
Regie führt Schauspieldirektor Markus Trabusch, der mit La Traviata sein Debüt im Musiktheater gibt.

Der fliegende Holländer

Der Holländer ist zu einem rastlosen Dasein als Wanderer zwischen Leben und Tod auf den Weltmeeren verdammt. Alle sieben Jahre hat er die Chance, an Land zu gehen und durch die Treue einer Frau erlöst zu werden. Regisseur und Bühnenbildner Christian Sedelmayer entwirft mit den wuchtigen Mittel des Theaters eine zeichenhafte, fantastische Welt auf der Augsburger Freilichtbühne.

Carmen

Die wohl berühmteste Oper überhaupt war bei ihrer Uraufführung 1875 ein Skandal, denn ihre Titelheldin vertritt sinnlich und offensiv eine Position jenseits der bürgerlichen Moral. Carmen ist emanzipiert, will frei und unabhängig bleiben und fasziniert die Männerwelt durch diese selbstbewusste Art.

Die Fledermaus

In der Augsburger Inszenierung von Thorleifur Örn Arnarsson zeigt sich Johann Strauß` "Die Fledermaus", die Königin der Operetten, in freier Gestalt, lustvoll und böse, heiter und abgründig.

Lulu

Mit Lulu schuf Frank Wedekind eine der faszinierendsten und zugleich geheimnisvollsten Frauenfiguren der Theaterwelt. Alban Berg gelang es, den Stoff Wedekinds kongenial in eine Oper zu überführen, die zu den Schlüsselwerken des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts gehört. Ereben Sie Lulu in einer Inszenierung von Monique Wagemakers am Theater Augsburg.

Heute 23.08.2017

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