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DAS GROßE HAUS AM KENNEDY-PLATZ

... ist das repräsentative Herzstück der Kulturstadt Augsburg und bietet mit 950 Plätzen eine imposante Spielstätte für Schauspiel, Tanz und Musiktheater.

An der Stelle des siebengeschossigen ehemaligen Salzstadels am Alten Einlaß sollte, so der Wunsch des Magistrates der Stadt, ein repräsentativer Theaterneubau entstehen. Die Wiener Architekten Ferdinand Fellner (1847-1916) und Hermann Helmer (1849-1916) schufen einen Neurenaissance-Bau mit ursprünglich 1.400 Plätzen, der innen wie außen reich mit ornamentaler und figuraler Malerei und Plastik ausgestattet war. Der Geländeabfall wurde geschickt genutzt, um den Ort des Theaters durch eine Terrasse mit Freitreppe und einer halbkreisförmigen Balustrade städtebaulich hervorzuheben und eine festliche Eingangssituation zu schaffen.

Das Original im Stil der Neorenaissance

Im ersten Stock erhob sich eine korinthische Säulenordnung, drei große Rundbogenöffnungen schlossen Nischen mit den Standbildern Goethes und Schillers ein. Über ihren Köpfen prangten Medaillonbilder von Mozart beziehungsweise Beethoven. Über den Rundbögen waren Bogenfiguren angebracht, welche die Musik, die Komödie, die Tragödie usw. versinnbildlichten. Die Decke des Zuschauerraumes war reich ornamentiert; über dem Proszenium konnte man die „Geburt der Schönheit" erblicken. Allegorien der Tanzkunst, der Tragödie, der Poesie, des Epos, der Satire, der Redekunst und der Musik folgten. Der Hauptvorhang zeigte Äesop, wie er einer herbeiströmenden Menge Fabeln vorträgt. Am 26. November 1877 wurde das neue Stadttheater mit Webers Jubelouvertüre und Beethovens Fidelio festlich eröffnet.

Umgestaltung in den 30er Jahren

1926 wurden einige Erneuerungsarbeiten durchgeführt. Dazu gehörten der Einbau eines Rundhorizontes mit neuer Beleuchtungsapparatur, eine Berieselungsanlage am Eisernen Vorhang, ein neuer Bühnenboden sowie die Überdeckung des Orchesters. 1935 wurde das Bühnenhaus umgebaut und mit neuen technischen Einrichtungen versehen. 1938/39 erfolgte ein größerer Umbau nach Plänen von Paul Baumgarten. Dabei wurde die Eingangsfront von drei auf fünf Achsen erweitert und das Innere im Zeitstil umgestaltet. Nach Vollendung des Umbaus wurde das Stadttheater am 24. Mai 1939 mit einer Festaufführung von Wagners Lohengrin zum zweiten Mal eröffnet.

Wiederaufbau im Stil der 50er Jahre

Schwere Bombenschäden im Februar 1944 erforderten einen Wiederaufbau von 1952 bis 1956. Äußerlich wurde der Zustand der späten 30er Jahre in vereinfachter Form wieder hergestellt, der Innenbereich wurde im Stil der 50er Jahre neu gestaltet. Die bautechnisch wichtigste Erneuerung war jedoch die Verstellbarkeit der gesamten Bühnenanlage. Die Bühne konnte nun mitsamt der Drehscheibe bis an den vorderen Orchesterrand gefahren werden. Am 10. November 1956 erfolgte die Wiedereröffnung mit Mozarts Hochzeit des Figaro. Ab 1989 wurde die Bühnentechnik erneut modernisiert, 1990 kam es zum Umbau des Proszeniumsbereiches mit Orchestergraben und Portalzone und zur Erneuerung der Unter- und Obermaschinerie mit Umstellung auf Ölhydraulik.

Adresse

Kennedy-Platz 1
86152 Augsburg

  • Weitere Informationen finden Sie in unserem Spielzeitheft (pdf)

Großes Haus Foyer

FOYER I. RANG

Das Theaterfoyer ist der kulturelle und gesellschaftliche Treffpunkt des Großen Hauses und bietet darüber hinaus vieles mehr: Ob Lesungen, Werkeinführungen, Matinéen, kleine halbszenische Abstecher oder Liederabende - das Foyer im I. Rang eignet sich bestens für eine Vielzahl von Theateraktivitäten und bietet Platz für bis zu 250 Besucher.

Für Pausen zu Premieren und Aufführungen können Sie bei der Theatergastronomie Cirkularium vorab ein Tisch sowie Getränke und Snacks reservieren, um dann die Pause ohne Anstehen genießen zu dürfen.

FOYER III. RANG

Ein weiteres, etwas verstecktes, aber sehr charmantes Foyer befindet sich im III. Rang. Auch hier können Sie Ihre Pausen verbringen oder an kleineren Veranstaltungen wie Werkeinführungen teilnehmen.